Samstag, Januar 20, 2007

Acura 2007

Ideale Konditionen am südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten. Die Vorhersage; warmes Wetter, sonniger Himmel und starke Winde. Vom 15. bis 19. Januar 2007 belegen die 260 Boote jeden freien Ankerplatz in den Häfen von Key West. Denn rund 3000 Segler werden um den Sieg der größten Winter Regatta Nord Amerikas kämpfen. Die Acura Key West 2007 erlebt in diesem Jahr nicht nur das 20. Jubiläum, sondern auch den größten Teilnehmeransturm seit Beginn der Segel Regatta.Besonders die europäische Konkurrenz hat zugenommen. So ist es auch kein Wunder, dass wir beim abendlichen Spaziergang am alten Hafen zwei Hamburger treffen, die Diana und mich in das Partyzelt der Segler einladen. Nun muß noch erwähnt sein, dass einer der Hauptsponsoren Mount Gay Rum ist und wer einmal in der Schlange zur kostenlosen Bar ansteht, wird feststellen, dass selbst bei Temperaturen um die 28° Celsius ein wärmender Schluck Rum beliebt ist. Wahrscheinlich ist das eine Art Schunkel Training!? Wir haben uns nach der Preisverleihung schnell verabschiedet und gut Glück gewünscht, denn auch für uns hieß es am nächsten Morgen früh raus.
Und raus zum Race watching ging es diesmal, ganz klassisch, mit der Liberty Clipper. Der perfekte Ausflug wurde von einem witzigen Captain, unserem eigenen Rennkommentator, lecker Frühstück, vorzüglichem Lunch und „all you can“ Drinks abgerundet. Wir haben diverse Stops bei verschiedenen Rennklassen, Starts und Wendemanövern gemacht und später wurden die eigenen Segel gesetzt und es ging auf den Atlantic hinaus über das Riff, in Richtung Cuba. Vertaut wurde dann aber wieder im Historic Harbor ohne Cuba Libre oder Habanas. Diana und ich haben nach einem netten Abendessen unserem Tag wieder ein schnelles Ende gesetzt. Was nach so viel Wasser und Sonne auch nicht wirklich schwer viel. Denn wieder einmal hieß es, die Federn vor Tagesbeginn zu verlassen.
Wir hatten eine Verabredung mit dem Training und Management Stab der Windquest. Diana hatte Ihren Charme spielen lassen und so wurden wir von Tom, dem Manager des Teams aus Michigan, auf das Begleitboot eingeladen. Schon die Erklärungen der Regeln vom Spezialisten auf der Clipper waren „uff“ aber die komplexe Strategie hinter diesem majestätischen Sport ist atemberaubend! Schon zwei Stunden vor Rennbeginn sind wir die Strecke abgeflitzt, um diverse Messungen durchzuführen. Am vorherigen Renntag scheint einiges schiefgelaufen zu sein, denn für Strömungs- und Windrichtungsmessungen hatte der Trainer tief in die Bastelkiste greifen müssen.Diese Mühen haben sich offensichtlich gelohnt. Das Windquest Team liegt bis zum jetzigen Moment auf dem zweiten Platz in der Division und segelt geradewegs zum Sieg.
Nach den Messungen wurde noch einiges am Segelboot justiert und schon konnte es nach ein paar Testmanövern losgehen. Nun würde ich gern ein paar wichtige und vielleicht geheime Details zum besten geben aber ich glaube, dass es selbst in Deutsch und insbesondere in Englisch aufs Gleiche hinaus kommen würde – Latein. Also wurde zu allen Erklärungen fleißig genickt und gelächelt und die wunderschöne Aussicht genossen. Eines allerdings kann ich mit Gewißheit sagen, wenn man Schreie hört, heißt es Spannung und wenn ein Schrei davon „All the Way“ verheißen läßt, muß es etwas mit Segelhissen zu tun haben. Und noch eines ist ganz sicher, Babybläschen Diana, sechs Stunden auf einem kleinen Boot, ohne stillem Örtchen und nicht mal ner Flasche mit Superschlucköffnung, ist eine wahrhaft ungünstige Konstellation der Bedingungen.

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